4. Erdbeben am Oberrheingraben

4.1 Erdbebenentstehung:

Erdbeben entstehen dadurch, dass sich zwei tektonische Platten gegeneinander verschieben und sich verhaken. Dadurch entstehen Spannungen und immer mehr Energie, die freigesetzt wird, wenn das Gestein bricht. Erdbeben sind das Ergebnis der globalen Plattenbewegung.

4.2 Messung von Erdbeben:

Erdbeben kann man zu dieser Zeit noch nicht vorhersehen. Man kann höchstens ihre Stärke messen. Die Stärke misst man mit einem Seismographen. Diese Geräte zeichnen die Stärke von Bodenbewegungen auf, die sogenannten Magnituden.

Richterskala: Die Richterskala wird in der Seismologie zum Vergleich der Stärke (Energiefreisetzung) von Erdbeben bis zu einem Wert von 10 (dezimal) herangezogen.

MSK- Skala: Mit der MSK-Skala wird die Intensität eines Erdbebens in zwölf Stärkegraden angegeben. Im Gegensatz zu der Richterskala, beschreibt eine Intensitätsskala diejenigen Auswirkungen eines Erdbebens auf Landschaft, Straßen oder Gebäude, die ohne Instrumente wahrgenommen werden können

4.3 Erdbeben am Oberrheingraben:

Der Oberrheingraben ist ein Gebiet erhöhter Seismizität. Die Erdbeben sind im Allgemeinen von geringer Stärke und Intensität (gemäß der MSK-Skala). Es kommt durchschnittlich alle paar Monate zu einem Erdbeben der Stärke 3, das von Menschen in der unmittelbaren Umgebung des Epizentrums gespürt werden kann. Ungefähr alle zehn Jahre sind überregional wahrnehmbare seismische Erschütterungen mit Stärken größer als 5 und leichten Schäden zu erwarten.

Eine Ausnahme stellt die Region um Basel und den angrenzenden Schweizer Jura dar. Dort traten in Mittelalter und Neuzeit Beben auf, die – wie etwa das Basler Erdbeben von 1356 – beträchtliche Zerstörungen bewirkten. Es wird vermutet, dass diese Erdbeben mit der fortdauernden Überschiebung des Schweizer Juras auf den südlichen Oberrheingraben in Verbindung stehen. Erdbeben werden in weiten Bereichen des Oberrheingrabens bis in Tiefen von etwa 15 km hinunter ausgelöst. In noch größeren Tiefen verformen sich die Gesteine aufgrund der hohen Temperaturen durch raumgreifendes Kriechen. Ein Versatz von Gesteinsschichten entlang von Verwerfungen, der eine Voraussetzung für das Auftreten von Erdbeben wäre, findet im Oberrheingrabengebiet nicht mehr statt.

 


Das könnte Sie ebenfalls interessieren:



webquests.ch - a solution by YOUHEY Communication AG | Marketing - Kommunikation - Internet