Aufgabe 1: Nation und Nationalismus

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Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Nationalbewegung in vielen europäischen Staaten immer stärker. Ihr gehörten vor allem Studenten und solche Bürger an, die für mehr Mitsprache und Pressefreiheit – also gegen die alte Ordnung – kämpften.

Was aber bedeutet der Begriff national? Eine Nation definiert sich über ein positives Wir-Gefühl. Alle Menschen, die auf einem bestimmten Gebiet leben und dieselbe Sprache sprechen, zählen zu einer Nation und sollen – so die Forderung der Nationalbewegung – einen Nationalstaat bilden. Im nationalen Denken spielte – und spielt bis heute – aber auch häufig eine negative Abgrenzung gegen andere Nationen oder Minderheiten eine wichtige Rolle. Ein übertriebenes Nationalgefühl und die Abwertung anderer Gruppen bezeichnet man als Nationalismus. Er findet seinen Ausdruck beispielsweise in der ersten Strophe des „Liedes der Deutschen“ (dessen 3. Strophe ist heute die deutsche Nationalhymne). Dort heißt es: „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt!“

Der Höhepunkt eines übersteigerten Nationalismus war in der Geschichte Deutschlands und Österreichs die Zeit des Nationalsozialismus. Millionen Menschen wurden, nur weil sie im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie nicht zur deutschen „Herrenrasse“ gehörten, verfolgt und umgebracht. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Deutschland und Österreich deshalb viel darüber gestritten, welche Bedeutung Nation und Nationalismus noch spielen sollen.

 Schau dir nun folgendes Video zum Thema "Nationalismus" an: https://www.youtube.com/watch?v=Ry-MUhBSib8 

 


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